Prophylaxe:
Blutungen bei Hämophilie A vorbeugen

Durch Ersatz des fehlenden körpereigenen Gerinnungsfaktor VIII kann bei Hämophilie A Blutungen wirksam vorgebeugt werden, und zwar durch regelmäßige Infusionen. Diese regelmäßige Gabe von Faktor VIII wird auch Prophylaxe genannt. Mittlerweile sind unter den Faktor VIII-Präparaten auch solche verfügbar, die eine längere Verweildauer des Wirkstoffes im Körper ermöglichen – sie haben eine längere sogenannte Halbwertszeit. So reichen weniger Infusionen aus, um dennoch einen wirksamen Schutz vor spontanen Blutungen zu erzielen.

Individuelle Unterschiede von Mensch zu Mensch bedingen große Unterschiede beim Abbau des Medikaments


In der Vergangenheit wurde die Dosis des zu verabreichenden Faktor VIII nach dem Körpergewicht berechnet. Schwere Menschen erhielten mehr Wirkstoff, leichte Menschen weniger.


Heute gibt es eine andere Methode, die benötigte Dosierung individueller und somit genauer zu bestimmen. Es wird berechnet, wie schnell der per Infusion verabreichte Faktor VIII im Körper abgebaut wird.


Ein Wert, an dem man sich orientiert, ist die sogenannte Halbwertszeit. Das ist die Zeit, die benötigt wird, bis die Hälfte eines verabreichten Medikaments wieder aus dem Körper verschwunden ist.


Hier gibt es große individuelle Unterschiede: Manche Menschen bauen einen Wirkstoff schnell ab, andere langsamer.


Für die Vorbeugung von Blutungen bei Hämophilie A sind individuelle Unterschiede entscheidend: Nur, wenn genügend Faktor VIII im Körper ist, sollte man als Patient bestimmten Aktivitäten – z. B. Sport – nachgehen, ohne dabei Blutungen zu riskieren.

Individuelle Prophylaxe:
Wie sich die vorbeugende Behandlung bei Hämophilie A verbessert hat

Interaktive Prophylaxe schon heute

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